Tschüss – Bedeutung, Herkunft und Definition des Wortes

Tschüss - Bedeutung, Herkunft und Definition des Wortes

In Hamburg sagt man Tschüss, so heißt es in einem bekannten Volkslied von Heidi Kabel. Tatsächlich ist der Abschiedsgruß Tschüss bzw. Tschüs in der Hansestadt und im gesamten norddeutschen Raum weit verbreitet. Seinen Ursprung hat das Wort allerdings nicht in Hamburg.

Tschüss stammt vermutlich aus dem niederdeutschen Raum. Es entstand im 20. Jahrhundert aus der Form atschüs bzw. durch die Erweichung des „J“ aus dem niederdeutschem adjüs, wodurch die Kurzform tjüs entstanden ist. „Adjüs“ leitet sich wiederum vom spanischen „Adiós“ ab. Spanische Seefahrer brachten es wohl erstmalig nach Hamburg.

Tschüss oder Tschüs?

Das Wort „Tschüss“ kann sowohl mit einem einfachen „s“ als auch mit Doppel-„s“ geschrieben werden. Zudem sind sowohl die Groß- als auch die Kleinschreibung korrekt, sodass folgende Varianten möglich sind: „Tschüs“ oder „tschüs“ sowie „Tschüss“ oder „tschüss“.

Aussprache & Betonung:

  • Worttrennung: tschüs, tschüss
  • Aussprache/Betonung: IPA: [t͡ʃyːs]
  • Gebrauch: Umgangssprachlich
  • Alte Rechtschreibung: Tschüß
  • Tschüss auf Spanisch: adiós

Verwendungsbeispiele:

  • „Ich muss los. Tschüss, bis morgen!“
  • „Tschüss, Tantchen! Ruf mich an, wenn Du zuhause bist.“

Ähnliche Worte wie Tschüss.

  • Auf Wiedersehen,
  • Bye Bye,
  • Ciao,
  • Adieu,
  • Machs gut!

➤ Wenn Du das nächste Mal jemanden typisch-hamburgisch verabschieden möchtest, dann entgegne ihm/ihr doch ein herzliches „Tschüss, bis zum nächsten Mal“. Hier weitere Hamburger Begriffe und Sprichwörter wie Butter bei die Fische entdecken.

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